Wirkliches Tantra ist keine Technik sondern Liebe. Es ist keine Technik, sondern ein Gebet, es wird nicht vom Kopf gesteuert, sondern es entspannt in das Herz hinein. Bitte vergiss das nicht. Über Tantra sind viele Bücher geschrieben worden, sie alle reden über Techniken, aber das wirkliche Tantra hat mit Techniken nichts zu tun. Über das wirkliche Tantra kann man nichts schreiben, das wirkliche Tantra muss man trinken. Wie kann man das wirkliche Tantra trinken? Du musst deine ganze Einstellung ändern.

 

Bete mit der Frau, sing mit der Frau, spiele mit der Frau, tanze mit der Frau, ohne einen Gedanken an Sex. Denke nicht ständig: „Wann gehen wir ins Bett?“ Vergiss es vollkommen. Mach etwas anderes und verlier dich darin. Und eines Tages wird aus diesem Verlorengehen Liebe aufsteigen, auf einmal merkst du, dass du liebst und es nicht machst. Es geschieht, es hat von dir Besitz ergriffen. Dann hast du deine erste tantrische Erfahrung – etwas, was größer ist als du, hat von dir Besitz ergriffen. Ihr habt zusammen getanzt, oder ihr habt zusammen gesungen, oder ihr habt zusammen gebetet, oder ihr habt zusammen meditiert, und plötzlich findet ihr euch beide in einem neuen Raum wieder. Und du weißt nicht, wann es begonnen hat, zu Liebe zu werden, du kannst dich nicht erinnern. Dann hat tantrische Energie von dir Besitz ergriffen. Und dann hast du zum ersten Mal ein Erlebnis, das nichts mit Techniken zu tun hat.“
 

Osho, This Very Body the Buddha, Talk #8
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" Tantra ist weiblich, Yoga ist männlich. Tantra ist Hingabe, Yoga wird. Tantra ist Leichtigkeit, Yoga ist eine enorme Anstrengung. Tantra ist passiv, Yoga ist aktiv. Tantra ist wie die Erde, Yoga ist wie der Himmel. Sie treffen sich an der Spitze, aber am Foothill, wo die Reise beginnt, müssen sie einen Pfad wählen."

" Tantra und Yoga sind im Grunde anders. Sie erreichen das gleiche Ziel, aber ihre Wege sind nicht nur anders, sondern im Gegenteil. Dies muß also ganz klar verstanden werden.

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Was passiert eigentlich in meinen Tantra Seminaren?

 

Bevor ein Tantra Seminar beginnt, habe ich keine Ahnung was da im nächsten Seminar passiert. Keinen festgelegten Plan und Übungen die einen Rahmen bestimmen. 

Und doch passiert alles,..

ein, zwei Tage vor dem Seminar kommt die Raumpflegerin, ich bereite den Raum liebevoll vor, fange an Musik zu suchen und zu bündeln, kaufe schöne Blumen und Kerzen, am Abend davor kommt meine Assistenz und wir besprechen, welche Musik wir brauchen, was grad so bei einem Selbst los ist und dann kommen die ersten Teilnehmer und allmählich füllt sich der Raum mit Lebendigkeit und pulsierender Energie.

 

Und dann, wenn jeder im Raum ist, nimmt das Seminar seinen Verlauf. Jeder Einzelne bringt sich mit, hat bestimmte Themen, Erwartungen und Sehnsüchte. Dies alles fliesst in die Gruppe ein und bestimmt somit den Rahmen, in welche Richtung das Seminar sich entfaltet.  

 

Da Tantra die Sinnlichkeit und alle Themen rund um die Sexualität nicht aussschliesst, sind es natürlich auch oft diese Bereiche, die an meinen Seminaren nach Raum und Befreiung suchen. Natürlich nicht nur, denn darunter ist eine tiefe Sehnsucht nach Wahrheit, Selbsterkenntnis, wahrer Intimität und Herzbegegnung. Es ist die Suche nach Authenzität und Klarheit im eigenen Leben. Der Wunsch wieder lebendig und individuell zu werden und all die Neins und auferlegten Glaubensmuster und Tabus des Verstandes und der Gesellschaft zu brechen und wieder echt zu werden. In solchen Räumen der Offenheit, wie dieser, können Verbote und inneren Blockaden wieder ans Licht kommen und somit gelöst werden.

 

Wo halte ich fest, wo bin ich mir treu oder nicht treu, was macht mich lebendig und nährt mich?

 

Eine natürliche Auseinandersetzung mit sich selbst beginnt, wo jeder die Möglichkeit hat über die Begrenzung des Verstandes hinauszuwachsen und wieder die natürlichen Impulse wahrzunehmen und sich auszuprobieren, in einem Raum der gehalten und getragen ist von der ganzen Gruppenenergie.

 

Was mich darin berührt ist, wie jeder Einzelne sich einbringt und all die Masken allmählich fallen, über eine Vorstellung, wie es sein sollte, wie ich sein sollte, was ich schon können müsste, oder wo ich schon stehen sollte. All die Vorstellungen schmilzen wie Eis in der Sonne und was hervorkommt ist ein wunderschönes, verletzliches Wesen, voller Anmut und Schönheit. Denn genau in dieser Verletzlichkeit, wenn alle Masken fallen, sehe ich die totale Lebendigkeit und Schönheit. Berühbar zu werden und andere im Herzen zu berühren, einfach menschlich zu sein, in seiner ganzen Fülle.

Das berührt mich.

 

Tantra bedeutet für mich: Alles von mir willkommen heissen, meine Scham, Schüchternheit, Wut, Frustration, wie auch all die anderen starken Seiten von denen wir oft noch mehr Angst haben sie zuzulassen.

 

Im Tantra geht es mir nicht darum, etwas zu erreichen oder etwas sein zu müssen. Nein, Tantra umfasst für mich alles was dich in dem Moment ausmacht. Die ganze Fülle des Lebens anzunehmen, in all seinen Facetten. Da gibt es kein Ankommen, oder irgendwo hinzukommen, sondern nur das Sehen, das Leben sich ständig verändert und wir mittendrin in dieser Veränderung sind.

 

Tantra bist du- so wie du jetzt bist und fühlst, mit all deinen Mustern, Schwächen und Unzulänglichkeiten. Es bedeutet für mich, dich in all deinen Stärken und Schwächen anzunehmen, und dir wieder zu Erlauben genau so zu sein wie du bist. In dem Sehen, das ich einfach bin wie ich bin und das Leben fliesst und mich formt, in dem Sehen und annehmen kann ich loslassen und mich dem hingeben was ist. Darin kann Lebendigkeit und Experimentierfreude wieder entstehen und die Neugier aufs Leben wächst.

 

Wie läuft so ein Seminar ab?

Wir erschaffen gemeinsam ein nährendes Feld, indem es möglich wird, dich selbst zu erfahren und über den Verstand hinaus zu wachsen. Wir benutzen Mittel, die dich in deiner Selbsterkenntnis unterstützen und du Raum hast dich zu Erkunden und dein Wesen zu spüren und entspannen.

 

Wie zbl. offene Sharingrunden, stille und aktive Meditationen, Herz- Begegnungs und Berührungsräume, tanzen, tönen, Rituale, so wie energetische Körperarbeit und Tantramassagen.

 

All dies sind Mittel, die dir helfen so zu sein wie du bist und dich in all dem wieder ok zu fühlen und natürlich entsteht da viel Raum für all das was in dir schlummert und geweckt werden möchte. Da ist einfach Raum für dich, indem du eingeladen bist, deinen Impulsen nach zu gehen und dich zu entdecken und auszuprobieren. Dein inneres Licht wieder in die Welt zu bringen und deine Einzigartigkeit zu Leben und lieben, dich zu feiern so wie du bist und deine Schönheit darin zu erkennen.

 

Tantra ist, deine Natürlichkeit und eröffnet Räume für viele Möglichkeiten in denen du zu dem werden kannst, was in dir liegt. Jenen stillen und friedvollen Raum in dir zu entdecken der unberührbar ist und gleichzeitig in der Veränderung zu sein, mit allem was Leben ist.

 

Tantra ist für mich, die pure Lust am spielen, entdecken, erweitern, und geniessen. Zu wachsen und zu reifen in mein volles Potential meines natürlichen Ausdrucks. Die zu sein, die ich bin.

 

Ein Weg- Spiritualität und Sexualität zu vereinen, wie Himmel und Erde- um ganz und vollständig zu werden.

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Tantra beginnt am Anfang 

 

Tantra sagt, Sex ist sehr tief, denn er ist Leben. Aber du kannst aus falschen Gründen an Tantra interessiert sein. Interessiere dich nicht aus falschen Gründen für Tantra, dann wirst du nicht das Gefühl haben, dass Tantra gefährlich ist, dann transformiert Tantra das Leben …

Es wurde gefragt: ‚Was ist das zentrale Anliegen von Tantra?‘ Die Antwort bist du! Du bist daszentrale Anliegen von Tantra: Was du genau in diesem Moment bist und dass das, was in dir verborgen ist, wachsen kannst, was du bist und was du sein kannst. Im Moment bist du ein sexuelles Wesen, und solange du dieses sexuelle Wesen nicht ganz verstanden hast, kannst du nicht spirituell werden, kannst du kein spirituelles Wesen werden. Sexualität und Spiritualität sind zwei Pole ein und derselben Energie.

Tantra beginnt mit dir, so wie du bist, Yoga beginnt mit deinen Möglichkeiten. Yoga beginnt mit dem Ende, Tantra beginnt am Anfang. Und es ist gut, am Anfang zu beginnen. Es ist immer gut am Anfang zu beginnen, denn wenn das Ende zum Anfang gemacht wird, dann schaffst du dir unnötig Unglück. Du bist nicht das Ende – nicht das Ideal. Du sollst zu Gott werden, zu einem Ideal, und du bist einfach ein Tier. Und dieses Tier dreht durch wegen des Ideales von Gott, es wird verrückt, es wird wahnsinnig.

Tantra sagt, vergiss Gott. Wenn du ein Tier bist, dann versteh dieses Tier in allem. In diesem Verstehen wir das Göttliche wachsen. Und wenn es nicht durch dieses Verstehen wächst, dann vergiss es, dann wächst es nie. Ideale können deine Möglichkeiten nicht hervorbringen, nur das Wissen um das Reale hilft. Du bist also das zentrale Anliegen von Tantra, so, wie du bist und so, wie du werden kannst, dein aktuelles Sein und dein mögliches Sein – das sind die zentralen Anliegen." 

Osho, The Book of Secrets, Talk #32

Tantra- 3 Zyklus

Ein herzliches Danke!

Ein wunderschönes, berührendes und nährendes Tantra Weekend ging am Sonntag zu Ende. Ich danke euch allen, für die Bereitschaft euch so intensiv einzulassen und zu zeigen und gemeinsam ein so energetisches und liebevolles Feld zu kreieren. Viele Erkentnisse und Heilprozesse kamen in Gang, die uns alle unterstützen und stärken mögen, einen befreiten Herzensweg zu gehen. 

 

 

Danke an Alle- Ich freue mich schon auf den nächsten Zyklus.

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